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Hier seht ihr unsere Reisestrecke - Sind jetzt gerade in Québec Ciy

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Herzlich willkommen auf unserem Blog. Hier werden wir euch über unser "Work and Travel"- Jahr auf dem laufenden halten. Über Kommentare von euch würden wir uns freuen.

Canada Countdown

Montag, 31. Januar 2011

Powder Powder Powder, NHL Eishockey Powder Powder Powder, Snowmobiling und Powder Powder Powder

OK, der Reihe nach, ich habe ja geschrieben dass die nächsten großen Ausflüge und Erlebnisse fest geplant waren. So wollte ich am Freitag den 14. Januar nach KickingHorse, Golden, fahren. KickingHorse ist ein relativ neues Skigebiet das früher ein Heligebiet war. Es ist ein extrem steiles und anspruchsvolles gelände mit 60% schwarzen Pisten und jeder Menge Powder. Nachdem für Donnerstag und das restliche Wochenende viel Schnee angesagt war, hab ich mich wie ein Schnitzel auf KickingHorse gefreut. Donnerstag Mittag hat es dann auch zum schneien angefangen, aber richtig! Daraufhin wurde dann der Trip am Freitag morgen abgebrochen und nicht durchgeführt, da alle Straßen die aus und nach Banff führen Aufgrund von extremer Lawinengefahr und Lawinenabgängen gesperrt waren. Also bin ich sofort hoch nach Sunshine und habe dort die unglaublichen 40-45cm Champagne Powder den ganzen Tag ausgekostet und bin ohne Mittagspause 7,5h lang durch den Powder gepflügt. =) Einfach unbeschreiblich, bester Skitag in meinem Leben bisher!

Am nächsten Tag gabs dann nochmal 20cm frischen Schnee, aber etwas schwerer und nässer da es sich aufgewärmt hatte. Nach dem unglaublichen Freitag konnte der Samstag dann natürlich nicht mehr mithalten. Und da wir auch beide arbeiten mussten, und halb Calgary auf den Beinen war konnten und wollten wir es auch nicht mehr richtig ausnutzen.
Für Dienstag war dann das nächste Großereignis geplant, Victoria sollte auch nach Golden fahren um dort eine Tages Skidoo Tour zu machen und ich hab es nochmal versucht dort den Powder zu genießen. Da es aber das ganze Wochenende weiter geschneit hatte, waren die Straßen nach Kickinghorse immer noch gesperrt und so wurde Victorias Ausflug um eine Woche verschoben. Sie wird euch weiter unten dann darüber berichten.

Mittwoch den 19. Januar sollte mich dann das nächste Erlebnis erwarten. An diesem Abend ging es gleich nach der Arbeit nach Calgary ins Eishockey. NHL Calgary Flames gegen Minnesota Wild. Meine Erwartungen waren rießig nachdem ich ja weiß wie gut die Stimmung in Garmisch beim SCR sein kann. Und es ging ja immerhin zur NHL im Eishockeyverrückten Canada. Naja es war um es kurz zu machen sehr ernüchternd, Calgary war richtig schlecht, hat 6:0 verloren. Das an sich wäre nicht so schlimm gewesen, weil die anderen schönes und schnelles Eishockey gespielt haben. Aber das unglaublich enttäuschende war die Stimmung im Stadion, in den Saddledome passen 19.800 Zuschauer und es war fast ausverkauft, davon konnte man aber nicht viel hören. Der Stadionsprecher war eher einschläfernd als aufputschend und die Fans haben gar nichts von sich gegeben. Nach dem ersten Bully konnte man mehr oder weniger eine Stecknadel fallen hören. Ich mein dass die Stimmung bei 0:4 nicht mehr überragend ist, ist klar. Ich denke dass wir einfach etwas Pech hatten mit dem Gegner, weil überhaupt keine Auswärtsfans da waren. Vielleicht ergibt sich ja nochmal die Möglichkeit gegen einen canadischen Gegner zu gehen um etwas mehr Stimmung zu erleben.

Seit letztem Montag bin ich nun auch Lifti und kann die Vorzüge dieses Jobs genießen, wie ihr an den Skistunden sehen könnt. =) Nach 2,5 Tagen war das Training dann auch schon beendet und so arbeite ich seit letztem Mittwoch normal als Lifti. Sehr sehr cool! Mehr muss ich nicht sagen.

Am Dienstag ist die Victoria dann auf ihren Ausflug nach Golden. Darüber schreibt sie euch jetzt aber selber! =)

Ja, hier schreib ich jetzt also selber. Vielen Dank Tobi für die Übergabe.

Wie angekündigt bin ich also eine Woche verspätet am DientagMorgen nach Golden in B.C. (ja da ist auch KickingHorse für alle die aufgepasst haben) aufgebrochen. Celina und Dana, beide Lifties mit mir am AngelLift sind auch mitgefahren, also konnte es ja nur noch ein guter Tag werden. Dort angekommen, nach einer unglaublich enspannenden Busfahrt auf 50cmBreitenSitzen, hat uns schönstes Wetter und frischer Powder erwartet. Was will man mehr? Einen Skidoo und nen Helm und dann los! Helm? Ich hab ja eine kleine Birne aber die Helme… xs war immer noch zu groß, also Mütze drunter aufsetzen und dann den Kürbis auf den Kopf. Sehr schick wie das Foto zeigt… Und der Skidoo? 4MinutenEinweisung: HierDieBremseDaDasGasUndLos. Also sind wir in 2x10erGruppen los in die verlassenen Täler der B.C.Rockies! Und was für Täler! Die Naturschönheit der Rockies war an diesem Tag mal wieder überwältigend, feinster Powder neben den Tracks, enge Wege auf denen wir uns die Berge rauf schlängeln, schönster Sonnenschein und einfach ein super Erlebnis… Und das SkiDooFahren an sich? Schwerer als gedacht…. Ich habs gemacht wie beim Autofahren: Lieber sicher und langsamer und trotzdem den Skidoo zweiMal in den Powder gesetzt. Hahaha. Für alle die jetzt lachen, das könnt ihr euch sparen, das hat unser Tourguide schon für euch erledigt. Hahaha.

Trotzdem hatte ich einen wunderbaren Tag, viel Spaß und es war definitiv ein LebensErlebnis. Schaut euch doch einfach die Bilder an, viel Spaß dabei und bis bald!

Euer Tobi und Vici

Mittwoch, 12. Januar 2011

was sonst so geschah zwischen Weihnachten und Heute

Letzte Woche hat euch Victoria über die zwei Großerereignisse der letzten Wochen aufgeklärt. So will ich euch heute über die kleinen Ereignisse während dieser Zeit erzählen.Fangen wir mal noch vor Weihnachten an.

In der Woche vor Weihnachten waren wir endlich im berühmten Lake Louise beim Skifahren. Dieser Berg ist dann auch was ganz was anderes als unser Sunshine. Deutlich steiler, größer und mit besseren Pisten. Da wir in Sunshine keinen Kunstschnee machen dürfen, sind die Pisten in LakeLouise in einem deutlich besseren Zustand gewesen als bei uns zur gleichen Zeit. Aber auch eisiger... In Louise kann man den kompletten Berg befahren. Stehen auf der Vorderseite hauptsächlich die Pisten im Vordergrund, so geht es auf der Rückseite einzig und allein um den Powder und das Freeriden. LakeLouise ist das größte Skigebiet in den Canadischen Rockies und auch das beliebteste. Halb Calgary fährt jedes Wochenende dorthin um sich im Schnee zu vergnügen. In Louise können wir so oft wir wollen umsonst Skifahren, daher ist es für uns eine schöne und günstige Möglichkeit etwas Abwechslung von Sunshine zu bekommen.
Bis Weihnachten ist dann nicht mehr viel spannendes passiert. Ab dem 18.12 wurde es dann ein wenig voller, und somit hatte auch ich mal etwas mehr zu arbeiten....
Selbiges gilt dann selbstverständlich auch für die Woche zwischen Weihnachten uns Silvester. Hier war es dann zum ersten und einzigen Mal bisher wirklich stressig und voll. Am 28. hatten wir 6850 Leute am Berg. Das muss man sich dann so vorstellen, dann zwischen 11Uhr und 13Uhr kein Platz mehr in den Restaurants zu finden ist, und die Leute dort dann am Boden sitzen und ihr unglaublich günstiges Mittagessen zusich nehmen. :)
Dann folgte mein Geburtstag und der Silvesterabend, über den ja die Victoria schon ausführlich geschrieben hat. Seit 4. Januar ist es jetzt auch schon wieder sehr ruhig und meine Arbeitszeit ist wieder in den Keller gefallen.
Am 3. Januar haben wir einen tollen Tagesausflug mit Celina zum GrottoCanyon und zum Lake Minnewanka unternommen. Der Grotto Canyon liegt 35km von Banff entfernt kurz hinter Canmore in den Bergen. In diesem wunderschönen Canyon wandert man für 1,5km auf dem blanken Eis des zugefrohrenen Creeks und kann die
Landschaft und den Canyon genießen. Im Sommer kann man dort angeblich auch Zeichnungen der First Nations sehen, wir konnten diese jedoch nicht entdecken.








Für die 1,5km braucht man dann aber schon gleich mal fast ne Stunde, da wir nur mit normalen Winterschuhen unterwegs waren. Wie wir dann auch festellen mussten, waren wir die einzigen mit normalen Schuhen alle anderen hatten Steigeisen unter den Füßen.
Was den Rückweg sehr viel langweiliger gemacht hätte... Mit unseren Schuhen mussten wir entweder versuchen irgendwie heil runter zu kommen oder einfach auf den Hintern setzen und ab dafür...



Am Ende des Canyon bevor man wieder umdrehen muss findet man dann einen wunderschönen kleinen Wasserfall und zwei weitere Wasserfälle die mitten aus der Felswand hervorkommen. An diesen haben wir auch Eiskletterer aus Canmorge getroffen. Sie fanden es auch eher amüsant wie wir uns angestellt haben die letzte kleine "Stufe" hochzukommen. Aber wie gesagt ohne Steigeisen auf dem blanken Eis beraufgehen ist nicht ganz so leicht! =)
Im Anschluss sind wir noch mit dem Auto zum Lake Minnewanka gefahren. Dieser See ist der größte hier in der Gegend und liegt wunderschön zwischen den Bergen. Auf der fahrt dorthin ist uns mal wieder eine Herde Hirsche und eine Herde RockyMountainSheeps über den Weg gelaufen. Was immer wieder beeindruckend ist, da man solche Tiere bei uns daheim eigentlich nie zu sehen kriegt. Man kann sich einfach nicht sattsehen!

Als nächstes folgte letzten Donnerstag ein Tagesausflug nach Panorama, welches ca. 2,5 Fahrstunden von Banff entfernt mitten in den Rockies liegt. Von Panorama sagt man das es ein Skifahrer Berg ist. Und dem wollen wir nicht widersprechen! Wir hatten einen unglaublichen Tag. Nachdem die Victoria ihre ersten Powder Erfahrungen in LakeLouise gemacht hatte und wir ihre Tiefschneefähigkeiten in Sunshine weiter verbessert haben, hatte sie an diesem Tag zum ersten Mal so richtig Spaß am Powder und dem Off-Piste Skiing. So haben wir uns dann auch in den ersten Double-Diamand(schwerste Abfahrten) gestürzt. Das Schöne an Panorama ist, dass sie keine Tannen- und Fichtenwälder sondern zum großteil nur Kiefern haben. Daher stehen die Bäume nicht so eng und man kann wünderbare "Treelines" finden. Sie konnte dann gar nicht mehr genug bekommen und da wir fast 10cm frischen Powder hatten haben wir den Tag in follen Zügen genossen!
Das waren unsere letzten Ausflüge. Aber keine Angst, wir lassen euch nicht lange warten mit Neuigkeiten, denn zum einen sind die nächsten großen Ereignisse schon geplant und wir haben auch noch andere Sachen zu erzählen. Eins nach dem anderen und wir wollen euch ja auch bei Laune halten.
Die größten Neuigkeiten wollen wir euch dann natürlich auch nicht vorenthalten. Ich werde in naher Zukunft meinen Job im Skiresort wechseln. Victoria hat für mich letzten Montag ein Interview bei den Lifties organisiert und somit werde ich sobald der nächste entlassen wird oder kündigt zu den Lift-Ops wechseln. Dann kann auch ich die Vorzüge der bezahlten Ridebrakes und des Lifti daseins genießen, muss jedoch auch 8h täglich in die Kälte... =)
Macht es gut und wir melden uns sehr bald wieder!
Tobi + Vici

P.S.: Mit den Bildern hab ich euch ein wenig vernachlässigt, aber wie das immer so ist kommts dann dicke, also freut euch drauf!

Donnerstag, 6. Januar 2011

… und ein gutes Neues Jahr!

Ja, so ist es anstatt 8 Stunden später, 6 Tage später geworden. AberNichstDestoTrotz wollen wir euch noch ein wunderbares, großartiges und fantastisches Neues Jahr wünschen!

PositivDenken, SchönesErleben und GlücklichSein! Und jetzt mit richtig viel Schwung ins 2011!

Mit viel Schwung haben wir noch in 2010 in Tobis nächstes ViertelJahrhundert reingefeiert, mit Freunden und ArbeitsFreunden ging es bis ZweiUhrNachts. Wie jedes Jahr hat also der 31. Dezember mit einem Kater angefangen. Für alle die ihn dieses Jahr vermisst haben: KräfteSammeln für nächstes Jahr lautet die Devise. So haben wir den Tag sehr gemütlich zu zweit verbracht und uns für den nächsten Abend erholt.

Silvester wollten wir eigentlich mit Freunden, Dinner und ein paar Drinks feiern. Nachdem uns MamaChristiane schon vorgewarnt hat „die machen nicht so viel RemmiDemmi wie wir“ haben wirs locker angehen lassen. Vielleicht sogar etwas zu locker, denn um sechs standen wir vor verschlossenen Supermarkttüren und hatten somit kein Dinner. AllZweckLösung? PizzaService. Hat auch nur zwei Stunden gedauert und schon hatten wir unsere Pizza. Fehlen nur noch die Drinks, die wir selbst noch nachgeliefert haben. Gegen halb zwölf haben wir uns in den Ort aufgemacht um das Feuerwerk anzuschauen. Da wir hier im Nationalpark sind darf man selbst nichts rauf schießen. Im Ort Banff haben sich alle unter 25jährigen auf einer Kreuzung mitten im Ort getroffen um gemeinsam ins neue Jahr zu kommen. Der Altersdurschnitt dieser Menge lag bei ca. 22, der Alkoholpegel bei 2,0Promille und auf je 30 Besucher kam eine MarihuanaPfeife. Also recht unterhaltsam. Nachdem Feuerwerk wars nicht mehr spannend, 80-100$ Eintritt war uns dann doch zuviel für die Disco, also haben wir uns gegen eins nach Hause verabschiedet. Wenigstens fünf Stunden Schlaf, bevor wir um sechs wieder aufgestanden sind, juhu Arbeit!

Nach einem NajaWeihnachten und einer WieDasSollSilvesterSeinFeier brauchen wir also nächstes Jahr eine WirSindWiederDa-LasstUndSilvesterRocken!Feier! Mit allen. Ideen, Vorschläge und Einfälle bitte in den nächsten 50 Wochen an mich.

Soweit haben wir also den Jahreswechsel gut überstanden und freuen uns auf alles Gute was kommt!





Und da mir der Tobi grad sagt, dass wir ja noch gar nichts über Weihnachten geschrieben haben, wird ich das auch noch kurz zusammen fassen. Dann geht halt heut mal nichts der Reihe nach.

Weihnachten hatten wir zwei Mal oder auch gar nicht. Gar nicht, weil WeihnachtenNichtDaheim kein Weihnachten ist, aber trotzdem haben wir am 24. Und 25. Jeweils ein schönes Dinner gehabt. Jack, unser Inselaffe, feiert ja am 25., also haben wir am 24. GermanChristmas gehabt, Germany hat gekocht und am 25. EnglishChristmas, Jack hat gekocht. Ohne Turkey, aber trotzdem wars gut. Nicht spannend aber trotzdem gut.




Weihnachten im Skiresort schaut dann schon anders aus. Weihnachten im Skiresort ist mehr eine Freakshow als alles andere. Einerseits wirklich nett, als Lifite bekommt man Schokolade, Süßes , Kondome oder Gutscheine von den Gästen geschenkt, andererseits kann man schon um 10InderFrüh schon kein „MärriChrismas!“ mehr hören…. Außerdem Liftbesucher in Weihnachststrickjacken, Bärenkostümen mit Unterhose oder ausgestopften Füchsen auf dem Kopf… Warum auch nicht, solange es Spaß macht?!

Wir freuen uns nächstes Jahr zu dieser Zeit wieder daheim zu sein und mit euch zu feiern! Bis Bald,

Vici+Tobi

Donnerstag, 23. Dezember 2010

Frohe Weihnachten

Merry Christmas every one

Wir möchten euch allen frohe Weihnachten wünschen. Hoffentlich hattet ihr alle einen schönen Advent und könnt jetzt übers Wochenende etwas ausspannen und die Feiertage genießen.

Für uns ist das mit dem genießen nicht ganz so einfach dieses Jahr. Erstens, ihr, die Familie und die Freunde fehlen und zweitens, wir müssen arbeiten. Morgen, Heilig Abend, müssen wir beide den ganzen Tag arbeiten. Das Selbe dann am Samstag. Sonntag habe ich dann frei, die Victoria muss aber noch arbeiten.

Morgen zu Heilig Abend kriegen wir besuch von Dave, einem Freund aus Edmonton, dessen Couch wir dort gesurft haben. Er kommt übers Wochenende hierher zum Skifahren und so haben wir ihn zum Weihnachtsessen bei uns eingeladen. Da wir ja eine internationale Familie sind, werden wir zwei Weihnachtsessen haben. Morgen kochen wir und am Samstag den 25. kocht dann der Jack. Denn in England ist ja der 25. der eigentliche Weihnachtstag.

Damit ihr seht dass bei uns auch etwas Weihnachtsstimmung herrscht haben wir für euch etwas zum Schmunzeln. Wir haben zwei Christbäume, einen im Garten und einen im Wohnzimmer. Dem Baum im Wohnzimmer geht’s blendend, der im Garten musste sehr unter den Rehen leiden wie ihr auf diesem Foto sehen könnt…Inzwischen hat er im unteren Bereich gar keine Nadeln mehr und die Lichterkette wurde auch von ihnen zum Teil runter gerissen.

In diesem Moment wo ich das jetzt für euch schreibe habe ich auch wieder zwei Rehe im Garten. =)

Also genießt die Tage und wir melden uns dann auch bald wieder mit ein paar Neuigkeiten und sehr schönen Fotos!

Euer Santa Claus und sein Christkind

Mittwoch, 8. Dezember 2010

Ein kurzes Update vom Angel top…

Hallo OutsideBanff,

nun gibt’s auch wieder News von mir, frei nach dem Motto: I’m a Liftie-Girl in a Lifite-World! Nachdem der Tobi euch die letzte Woche mit News versorgt hat, bin ich nun wieder dran und erzähl euch mal ein bisschen von meinem LiftOperatorLeben.

Am Samstag vor zwei Wochen hat also endlich auch mein SunshineVillageWinter begonnen, siebenUhrBus und AchtUhrTreffen. Wir waren die zweite Welle an Lifties die eingelernt wurden und sind dann auch erstmal mit Uniform, also Softshelljacke, Winterjacke und Skihose, ausgerüstet worden.

Dann ging unser 8tägiges Training los, in dem wir lernen wie man Lifte bedient, öffnet, schließt, mit komischen Kunden umgeht und was man sonst noch so machen muss.


Als ich zum ersten Mal die Lifte hier gesehen habe ist eine kleine Seifenblase geplatzt…. Ich dachte früher immer „wow, Canada und Rockies, das müssen die besten Skigebiete der Welt sein….“ Die Tiefschneegelegenheiten sind unglaublich, aber die Lifte haben hier den Standart von Österreich vor fünf Jahren. Also Respekt lieber Nachbar, du bist immer auf dem neuesten Stand.

So gibt es also bei den Liften hier in Sunshine keine Fußstützen, von Sitzheizungen oder WindschutzGlocken ganz zu schweigen… BackToBasic oder KonzentrationAufDas Wesentliche heißt es dann!


Sunshine Village an sich hat neun Lifte, ne Gondel und ganz wichtig, zwei Zauberteppiche…. Die Lifte hier haben lustige Namen, es gibt: JackRabbit, Wolverine, Goat’sEye, WaWa, Strawberry, Standish, Devide und Angel…. Und wo bin ich? Da wo ich hingehöre, an den Angel =) *hihi* Das besondere beim DevideLift ist, dass man im Sessellift sowohl in Alberta als auch in BritishColumbia ist.



Wie der Tobi euch schon erzählt hat, habe ich jeden Tag 1,5 bis zwei Stunden Ridebreak zum Skifahren oder sonst was machen. Wenn ich nicht gerade beim Skifahren bin, steh ich also am Lift, oben oder unten, und schau ob die Leute auch anständig ein und aussteigen. Was die Canadier hier noch nicht so draufhaben: Mit

fremden Leuten in eine Lift steigen. Auch wenn 593 andere Gäste hinter mit in der Liftschlange warten, ich warte bis ich mit meinen beiden Freunden einen eigenen Sessel bekomme…. Also eine weitere Aufgabe des Lifties hier ist das FourPacking, also die Leute so koordinieren dass immer vier Leute im Sessellift sitzen wenn viel los ist…. Hab ich so auch noch nie gesehen…


So ist also meine Arbeit nicht direkt anspruchsvoll aber es macht mir sehr viel Spaß, die Aussicht von meiner TopShack (also obere Lifthütte) ist atemberaubend, Schneeschaufeln auf 2700Metern Höhe ist mit Sport zu vergleichen und das Liftieteam besteht aus lauter netten Leuten. Übrigens sind wir hier bestimmt ein Skiresort mit einem hohen DurchschnittsIQ…. So viele Bachelor und Master sind hier, alle wie wir, nehmen sich ein Jahr Pause um zu finden was sie suchen und sind dabei entspannt und haben einfach Spaß hier. Ich finde so kann man es wunderbar aushalten, es geht uns wirklich bestens hier und wir genießen einfach die Zeit weiterhin!

Heute haben wir auch noch Loabalen gebacken (also Plätzchen für alle NichtBayern) um ein bisschen Adventsstimmung zu bekommen, weil die Canadier davon nicht allzuviel zur Schau stellen. Also wirklich, besser geht’s nicht!

So genießt also ein paar Fotos von uns, die Rockies sind einfach wunderschön! Viele Grüße nach Hause oder auch sonstwohin in der Welt! Genießt entspanntdie Adventszeit! Bis bald!

Freitag, 26. November 2010

Der Winter ist da!!!


Wie die Victoria schon am Ende des letzten Eintrags angedeutet hat, hat die Arbeit begonnen. Das heißt somit auch, dass das weiße Gold endlich vom Himmel gefallen ist. Der Saisonstart wurde ursprünglich für Donnerstag den 11.11. geplant. Aber da es im Village (auf knapp 2200m) nur etwa 30-40cm Schnee hatte war an Skifahren noch nicht zu denken. Daher wurde der Saisonstart um eine Woche verschoben und Freitag der 19.11 angepeilt. Daher hatte ich in der Woche auch nicht viel zu arbeiten. Wir haben einen Testlauf in der Küche gehabt, das wars dann auch schon. Es wurde kalt und in der Woche kam dann aber auch endlich der ersehnte Schnee und zwar ne ganze Menge. Somit wurde am Freitag letzte Woche dann auch das Resort eröffnet. Wir hatten bis zu diesem Zeitpunkt 80cm Schnee wovon 40cm feinster Powder der letzten Woche waren. Mein erster echter Arbeitstag wurde dann auf den Samstag gelegt. An diesem Tag sollte auch das Liftitraining für die Victoria beginnen. Wer jetzt mitgerechnet hat, sieht dass ich also am Eröffnungstag frei hatte. Ihr müsst auch nicht 2mal raten wo ich dann also zu finden war. Ich hab gleich den Staffbus um 7:10Uhr genommen um auch ja rechtzeitig im Village zu sein. Es war gleich mal ein sagenhafter erster Skitag, mit ein bisschen über knietiefem Powder. Da aber noch nicht alle Lifte geöffnet wurden, sind die meisten Abfahrten ziemlich kurz und flach. Aber man soll sich ja nicht beklagen, es war ja erst der erste Tagen einer sehr sehr langen Saison (Sunshine Village ist das am längsten geöffnete Skiresort in den canadischen Rockies! Bis Ende Mai). Der Schnee hier ist wirklich komplett unterschiedlich als bei uns in Europa, was ich so nicht erwartet hätte. Das Gold hier ist so trocken, dass man mit Lederschuhen 1h durch den Schneegehen kann, ohne dass das Leder dabei auch nur feucht werden würde. Wie Puderzucker, nur 50cm tief =)
Am Samstag hat dann der Ernst des Lebens begonnen. Wir mussten beide um aufstehen und um 7 Uhr den Staffbus zur Basisstation nehmen. Für Victoria ging dann das Training los und für mich die Arbeit. Von der Basisstation muss man zunächst eine 20 minütige Gondelfahrt über sich ergehen lassen bis man dann halb erfrohren im Village ankommt. Die Gondel hat 38 Masten, 2 Kurven und eine Mittelstation. Die Kabinen sind selbstverständlich nicht beheizt.
Achja jetzt bin ich etwas vom Thema abgekommen. Ich arbeite im größten Restaurant der Daylodge, einem Selbstbedienungsrestaurant mit verschiedenen Speisestationen und exorbitant hohen Preisen. Meine Aufgabe ist es die Kasse zu bedienen und dafür zu sorgen, dass alle Kühlschränke voll sind und sonst alles gut aussieht. Der Job ist ok, es gibt bessere ( zum Beispiel den von der Victoria, wie ihr gleich noch lesen werdet) aber ich hab die Saisonkarte und muss nicht in der Kälte stehen. Und wir haben inzwischen gelernt was kalt heißt, aber dazu später mehr.
Victoria gefällt ihr Job sehr gut, im Moment lernt sie wie jeder einzelne Lift funktioniert, wie man ihn an und ausschaltet, und alle anderen verschiedenen Notrituale oder Vorgänge die ich aber nicht näher beschreiben kann. Sie fährt auf jeden Fall viel Ski und hat ne nette Truppe. Sie wird jetzt dann einem Lift zugeteilt und für den wird sie dann die ganze Saison zuständig sein. Ein Arbeitstag wird dann folgendermaßen aussehen. 8Uhr Meeting, 8:30Uhr Liftstartklar machen, 9:00Uhr Lift wird geöffnet. Jetzt hat der erste aus dem Team Pause!! Normalerweise wird der Lift von 3 Leuten betrieben, einer unten, einer oben und einer beim Skifahren....
Das heißt wenn der Lift geöffnet ist, geht der erste 2h Skifahren (bezahlt) dann wird gewechselt von oben nach unten, und einer anderer geht zum Skifahren. Dann um 15:30Uhr wenn alle mal genüsslich Skifahren waren, schließen sie den Lift. Da kann man schon eifersüchtig werden oder??? Oder auch nicht, denn sie müssen den ganzen Tag draussen sein. Und die Tage hier können sehr kalt sein, das haben wir diese Woche erfahren. Freitag, Samstag und Sonntag hatte es so um die -15°C, unsereins würde sagen, es ist kalt aber aushaltbar. Montag wurde es dann richtig kalt, -28°C. Ich war mit Toby (ein echt cooler Typ aus Neuseeland, den wir im Hostel hier kennengelernt haben) beim Skifahren. Wir haben nachdem wir, aufgrund von Problemen mit einem Masten, 50 Minuten für die Gondelfahrt gebraucht haben, eine Abfahrt gemacht und dann beschlossen, dass es definitiv zu kalt ist um Ski zufahren. Es war so kalt, dass die Ski mehr oder weniger auf dem Schnee festgeklebt sind. Nach einer Abfahrt konnte ich meine Backen und Nase nicht mehr spüren. Also ab in die Daylodge heiße Schokolade, aufwärmen und warten bis der erste Bus nach Banff fährt. =) Ich würde sagen das es ein gelungener Skitag war.
Das war aber noch nicht alles auf dem Termometer! Am Dienstag hatte ich Frei, Victoria und Jack (unser englischer total netter Mitbewohner) mussten aber zur Arbeit, ich hatte geplant mit James (ein anderer coller Typ und Freund aus SanFrancisco den wir auch aus dem Hostel kennen) wieder Skifahren zu gehen. Diesmal war ich aber vorbereitet und hab mir am Montag noch eine Gesichtsmaske gekauft. Naja lange Rede kurzer Sinn, um 8 Uhr hab ich eine SMS von Jack bekommen, dass die Gondel nicht fährt weil es zu kalt ist und wir das mit dem Skifahren doch besser lassen sollten. Es hatte im Village -37°C und daher konnte die Gondel aufgrund von Sicherheitsbestimmungen nicht betrieben werden. Es ist schwer zu beschreiben wie kalt es da ist, aber am Abend ist mir auf dem Heimweg vom Fitnessstudio, das Wasser in der Nase gefrohren. Seit Mittwoch ist es wieder warm. Es hat nur noch -15 bis -20°C dafür haben wir jetzt Wind der es mindestens genauso kalt anfühlen lässt.
Wie ihr auf der linken Seite vielleicht gesehen habt, habe ich am Blog wieder ein kleines Feature angefügt. Hier werden wir euch über unsere Skitage und Stunden auf dem laufenden halten, um euch hoffentlich ein bisschen eifersüchtig zu machen.
Achja, diese Temperaturen sind hier im November nicht üblich! Die normale Durchschnittstemperatur liegt bei -6°C, viele sagen, dass sind die ersten Zeichen für La Nina, diese soll uns dieses Jahr viel Schnee und viel Kälte bringen. Also drückt die Daumen dass bald wieder was vom Himmel kommt, denn wir brauchen mehr, um die anderen Lifte zu öffnen und um die Steine loszuwerden die überall langsam rausspitzeln.
Soweit solls dass erstmal aus der Kältekammer gewesen sein.
Schöne Grüße in die Heimat!

Auf dem kleinen Foto links unten könnt ihr das Goatseye sehen. Nach diesem Loch wurde der Goatseye Mountain benannt.

Samstag, 20. November 2010

Bastis Tour Teil II

So hier kommt also mein Teil der Geschichte und es geht in Vancouver am Busdepot los.

Für Tobi geht es also heim nach Banff, für den Basti und mich nach Kelowna.

Zur Info: Kelwona liegt im OkanaganValley und heißt aus der Sprache der Natives übersetzt: Grizzlybär. Davon war jedoch weit und breit immernoch keiner zu sehen. Das OkanaganValley ist so wie das Italien von Canada und dem entsprechend fühlt man sich auch auf der Reise. Über den (Brenner-)Pass inkl. Schnee geht es dann immer weiter bergab, aus Bergen werden Hügel und aus 5°C werden 15°C. Um die Ecke gebogen sieht man dann den See, welcher sich auf über 135km durchs Tal zieht. Weinberge, Obstfarmen und haufenweise Weingüter teilen sich die Hügel. Also, rüber über den See auf einer Floating (auf dem Wasser schwebende)Brücke, rein into DowntownKelowna und raus aus der Winterjacke die hier fehl am Platz war. Nachdem wir also Nachmittags im Hostel (endlich wieder mal ein gutes…) eingecheckt haben sind wir losgezogen und haben die Stadt etwas erkundet. Und es sieht nicht nur so aus wie in Italien, es fühlt sich auch so an. Ich hab wohl noch nie im November nur ein T-Shirt getragen, aber so warm wars! Kelwona an sich in auch ein ganz nettes Städtchen, direkt am See inkl. Sandstrand und BeachVolleyballPlatz. Für den nächsten Tag haben wir uns vorgenommen den KnoxMountain zu besteigen, welcher sich direkt hinter der Stadt aufbaut, ungefähr so groß wie der Burgberg ist, also a „Buckerle“. Trotzdem kann man es schaffen sich darauf zu verlaufen.. ist aber auch kein wunder weil der ganze Buckel von Pfaden und kleinen Wegen inkl. Abkürzungen übersäht ist und man kaum weiß welcher Weg denn jetzt meiner is??? Naja, trotzdem haben wir’s bis nach oben geschafft und haben die Aussicht genossen. Nach dem Runterweg haben wir dem Bub erstmal mit einem (WiederMal-)Sandwich versorgt und weiter die Stadt angeschaut, die Brücke besucht und sind noch am Strand entlang geschlendert.

Der nächste Tag war wieder unspektakulär mit 11 Stunden Busfahrt nach Jasper, obwohl die Landschaft natürlich alles andere als langweilig ist. In Jasper angekommen, rein ins Taxi, rauf zum Hostel und GekochtGegessenGeschlafen weil es morgens gleich weiter ging zum PyramidLake. Dort haben wir uns mit Trina und Susie zusammengetan und sind durch die Gegend gewandert. Leider hat es die ganze Zeit geregnet, was uns aber nicht weiter gestört hat, was ist schon ein bisschen Regen..? Zur Ablenkung gab es dann frische warme Zimtrollen und eine heiße Schokolade in einer der besten Bäckereien die ich je betreten habe! Hmmmm… guad!

Da leider auf der „unglaublichsten Gebirgsstraße ever!!“ zwischen Jasper und Banff keine Busse fahren, war das nächste Abendteuer für den Basti das „Daumentaxi“! Zwar waren am kalten Samstagmorgen nicht viele Autos unterwegs, aber ….. Das hat unsere Quote nun endgültig ruiniert!!!! DreiEinHalbStunden warten!!!! Sowas bin ich nicht gewohnt =) Aber schließlich haben wir (nach einer Kojotensichtung !) einen Ride bis nach Banff bekommen, wo Tobi uns schon wieder erwartet hat.

Schließlich hatten wir noch einen schönen Tag in LakeLuise, einen Tag in Banff inkl. Abschiedsessen und einen Ausflug nach Calgary, bevor der Basti von dort aus am Donnerstag wieder heim geflogen ist.

Letztendlich konnte ich hoffentlich dem Basti ein bisschen was vom wundervollen Canada zeigen, auch wenn das Sandwich/Müsli/PBJBrot/+Äpfel „nicht immer alles nach seinem Geschmack waren“, trotzdem, schön dass du da warst!

So, endlich habe ich es also auch geschafft meinen BlogTeil zu schreiben. Mittlerweile liegen wir schon wieder eine Woche zurück, die Arbeit hat begonnen und auch hier gibt’s es einiges zu erzählen… aber wartet ab… =)