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Hier seht ihr unsere Reisestrecke - Sind jetzt gerade in Québec Ciy

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Herzlich willkommen auf unserem Blog. Hier werden wir euch über unser "Work and Travel"- Jahr auf dem laufenden halten. Über Kommentare von euch würden wir uns freuen.

Canada Countdown

Mittwoch, 12. Januar 2011

was sonst so geschah zwischen Weihnachten und Heute

Letzte Woche hat euch Victoria über die zwei Großerereignisse der letzten Wochen aufgeklärt. So will ich euch heute über die kleinen Ereignisse während dieser Zeit erzählen.Fangen wir mal noch vor Weihnachten an.

In der Woche vor Weihnachten waren wir endlich im berühmten Lake Louise beim Skifahren. Dieser Berg ist dann auch was ganz was anderes als unser Sunshine. Deutlich steiler, größer und mit besseren Pisten. Da wir in Sunshine keinen Kunstschnee machen dürfen, sind die Pisten in LakeLouise in einem deutlich besseren Zustand gewesen als bei uns zur gleichen Zeit. Aber auch eisiger... In Louise kann man den kompletten Berg befahren. Stehen auf der Vorderseite hauptsächlich die Pisten im Vordergrund, so geht es auf der Rückseite einzig und allein um den Powder und das Freeriden. LakeLouise ist das größte Skigebiet in den Canadischen Rockies und auch das beliebteste. Halb Calgary fährt jedes Wochenende dorthin um sich im Schnee zu vergnügen. In Louise können wir so oft wir wollen umsonst Skifahren, daher ist es für uns eine schöne und günstige Möglichkeit etwas Abwechslung von Sunshine zu bekommen.
Bis Weihnachten ist dann nicht mehr viel spannendes passiert. Ab dem 18.12 wurde es dann ein wenig voller, und somit hatte auch ich mal etwas mehr zu arbeiten....
Selbiges gilt dann selbstverständlich auch für die Woche zwischen Weihnachten uns Silvester. Hier war es dann zum ersten und einzigen Mal bisher wirklich stressig und voll. Am 28. hatten wir 6850 Leute am Berg. Das muss man sich dann so vorstellen, dann zwischen 11Uhr und 13Uhr kein Platz mehr in den Restaurants zu finden ist, und die Leute dort dann am Boden sitzen und ihr unglaublich günstiges Mittagessen zusich nehmen. :)
Dann folgte mein Geburtstag und der Silvesterabend, über den ja die Victoria schon ausführlich geschrieben hat. Seit 4. Januar ist es jetzt auch schon wieder sehr ruhig und meine Arbeitszeit ist wieder in den Keller gefallen.
Am 3. Januar haben wir einen tollen Tagesausflug mit Celina zum GrottoCanyon und zum Lake Minnewanka unternommen. Der Grotto Canyon liegt 35km von Banff entfernt kurz hinter Canmore in den Bergen. In diesem wunderschönen Canyon wandert man für 1,5km auf dem blanken Eis des zugefrohrenen Creeks und kann die
Landschaft und den Canyon genießen. Im Sommer kann man dort angeblich auch Zeichnungen der First Nations sehen, wir konnten diese jedoch nicht entdecken.








Für die 1,5km braucht man dann aber schon gleich mal fast ne Stunde, da wir nur mit normalen Winterschuhen unterwegs waren. Wie wir dann auch festellen mussten, waren wir die einzigen mit normalen Schuhen alle anderen hatten Steigeisen unter den Füßen.
Was den Rückweg sehr viel langweiliger gemacht hätte... Mit unseren Schuhen mussten wir entweder versuchen irgendwie heil runter zu kommen oder einfach auf den Hintern setzen und ab dafür...



Am Ende des Canyon bevor man wieder umdrehen muss findet man dann einen wunderschönen kleinen Wasserfall und zwei weitere Wasserfälle die mitten aus der Felswand hervorkommen. An diesen haben wir auch Eiskletterer aus Canmorge getroffen. Sie fanden es auch eher amüsant wie wir uns angestellt haben die letzte kleine "Stufe" hochzukommen. Aber wie gesagt ohne Steigeisen auf dem blanken Eis beraufgehen ist nicht ganz so leicht! =)
Im Anschluss sind wir noch mit dem Auto zum Lake Minnewanka gefahren. Dieser See ist der größte hier in der Gegend und liegt wunderschön zwischen den Bergen. Auf der fahrt dorthin ist uns mal wieder eine Herde Hirsche und eine Herde RockyMountainSheeps über den Weg gelaufen. Was immer wieder beeindruckend ist, da man solche Tiere bei uns daheim eigentlich nie zu sehen kriegt. Man kann sich einfach nicht sattsehen!

Als nächstes folgte letzten Donnerstag ein Tagesausflug nach Panorama, welches ca. 2,5 Fahrstunden von Banff entfernt mitten in den Rockies liegt. Von Panorama sagt man das es ein Skifahrer Berg ist. Und dem wollen wir nicht widersprechen! Wir hatten einen unglaublichen Tag. Nachdem die Victoria ihre ersten Powder Erfahrungen in LakeLouise gemacht hatte und wir ihre Tiefschneefähigkeiten in Sunshine weiter verbessert haben, hatte sie an diesem Tag zum ersten Mal so richtig Spaß am Powder und dem Off-Piste Skiing. So haben wir uns dann auch in den ersten Double-Diamand(schwerste Abfahrten) gestürzt. Das Schöne an Panorama ist, dass sie keine Tannen- und Fichtenwälder sondern zum großteil nur Kiefern haben. Daher stehen die Bäume nicht so eng und man kann wünderbare "Treelines" finden. Sie konnte dann gar nicht mehr genug bekommen und da wir fast 10cm frischen Powder hatten haben wir den Tag in follen Zügen genossen!
Das waren unsere letzten Ausflüge. Aber keine Angst, wir lassen euch nicht lange warten mit Neuigkeiten, denn zum einen sind die nächsten großen Ereignisse schon geplant und wir haben auch noch andere Sachen zu erzählen. Eins nach dem anderen und wir wollen euch ja auch bei Laune halten.
Die größten Neuigkeiten wollen wir euch dann natürlich auch nicht vorenthalten. Ich werde in naher Zukunft meinen Job im Skiresort wechseln. Victoria hat für mich letzten Montag ein Interview bei den Lifties organisiert und somit werde ich sobald der nächste entlassen wird oder kündigt zu den Lift-Ops wechseln. Dann kann auch ich die Vorzüge der bezahlten Ridebrakes und des Lifti daseins genießen, muss jedoch auch 8h täglich in die Kälte... =)
Macht es gut und wir melden uns sehr bald wieder!
Tobi + Vici

P.S.: Mit den Bildern hab ich euch ein wenig vernachlässigt, aber wie das immer so ist kommts dann dicke, also freut euch drauf!

Donnerstag, 6. Januar 2011

… und ein gutes Neues Jahr!

Ja, so ist es anstatt 8 Stunden später, 6 Tage später geworden. AberNichstDestoTrotz wollen wir euch noch ein wunderbares, großartiges und fantastisches Neues Jahr wünschen!

PositivDenken, SchönesErleben und GlücklichSein! Und jetzt mit richtig viel Schwung ins 2011!

Mit viel Schwung haben wir noch in 2010 in Tobis nächstes ViertelJahrhundert reingefeiert, mit Freunden und ArbeitsFreunden ging es bis ZweiUhrNachts. Wie jedes Jahr hat also der 31. Dezember mit einem Kater angefangen. Für alle die ihn dieses Jahr vermisst haben: KräfteSammeln für nächstes Jahr lautet die Devise. So haben wir den Tag sehr gemütlich zu zweit verbracht und uns für den nächsten Abend erholt.

Silvester wollten wir eigentlich mit Freunden, Dinner und ein paar Drinks feiern. Nachdem uns MamaChristiane schon vorgewarnt hat „die machen nicht so viel RemmiDemmi wie wir“ haben wirs locker angehen lassen. Vielleicht sogar etwas zu locker, denn um sechs standen wir vor verschlossenen Supermarkttüren und hatten somit kein Dinner. AllZweckLösung? PizzaService. Hat auch nur zwei Stunden gedauert und schon hatten wir unsere Pizza. Fehlen nur noch die Drinks, die wir selbst noch nachgeliefert haben. Gegen halb zwölf haben wir uns in den Ort aufgemacht um das Feuerwerk anzuschauen. Da wir hier im Nationalpark sind darf man selbst nichts rauf schießen. Im Ort Banff haben sich alle unter 25jährigen auf einer Kreuzung mitten im Ort getroffen um gemeinsam ins neue Jahr zu kommen. Der Altersdurschnitt dieser Menge lag bei ca. 22, der Alkoholpegel bei 2,0Promille und auf je 30 Besucher kam eine MarihuanaPfeife. Also recht unterhaltsam. Nachdem Feuerwerk wars nicht mehr spannend, 80-100$ Eintritt war uns dann doch zuviel für die Disco, also haben wir uns gegen eins nach Hause verabschiedet. Wenigstens fünf Stunden Schlaf, bevor wir um sechs wieder aufgestanden sind, juhu Arbeit!

Nach einem NajaWeihnachten und einer WieDasSollSilvesterSeinFeier brauchen wir also nächstes Jahr eine WirSindWiederDa-LasstUndSilvesterRocken!Feier! Mit allen. Ideen, Vorschläge und Einfälle bitte in den nächsten 50 Wochen an mich.

Soweit haben wir also den Jahreswechsel gut überstanden und freuen uns auf alles Gute was kommt!





Und da mir der Tobi grad sagt, dass wir ja noch gar nichts über Weihnachten geschrieben haben, wird ich das auch noch kurz zusammen fassen. Dann geht halt heut mal nichts der Reihe nach.

Weihnachten hatten wir zwei Mal oder auch gar nicht. Gar nicht, weil WeihnachtenNichtDaheim kein Weihnachten ist, aber trotzdem haben wir am 24. Und 25. Jeweils ein schönes Dinner gehabt. Jack, unser Inselaffe, feiert ja am 25., also haben wir am 24. GermanChristmas gehabt, Germany hat gekocht und am 25. EnglishChristmas, Jack hat gekocht. Ohne Turkey, aber trotzdem wars gut. Nicht spannend aber trotzdem gut.




Weihnachten im Skiresort schaut dann schon anders aus. Weihnachten im Skiresort ist mehr eine Freakshow als alles andere. Einerseits wirklich nett, als Lifite bekommt man Schokolade, Süßes , Kondome oder Gutscheine von den Gästen geschenkt, andererseits kann man schon um 10InderFrüh schon kein „MärriChrismas!“ mehr hören…. Außerdem Liftbesucher in Weihnachststrickjacken, Bärenkostümen mit Unterhose oder ausgestopften Füchsen auf dem Kopf… Warum auch nicht, solange es Spaß macht?!

Wir freuen uns nächstes Jahr zu dieser Zeit wieder daheim zu sein und mit euch zu feiern! Bis Bald,

Vici+Tobi

Donnerstag, 23. Dezember 2010

Frohe Weihnachten

Merry Christmas every one

Wir möchten euch allen frohe Weihnachten wünschen. Hoffentlich hattet ihr alle einen schönen Advent und könnt jetzt übers Wochenende etwas ausspannen und die Feiertage genießen.

Für uns ist das mit dem genießen nicht ganz so einfach dieses Jahr. Erstens, ihr, die Familie und die Freunde fehlen und zweitens, wir müssen arbeiten. Morgen, Heilig Abend, müssen wir beide den ganzen Tag arbeiten. Das Selbe dann am Samstag. Sonntag habe ich dann frei, die Victoria muss aber noch arbeiten.

Morgen zu Heilig Abend kriegen wir besuch von Dave, einem Freund aus Edmonton, dessen Couch wir dort gesurft haben. Er kommt übers Wochenende hierher zum Skifahren und so haben wir ihn zum Weihnachtsessen bei uns eingeladen. Da wir ja eine internationale Familie sind, werden wir zwei Weihnachtsessen haben. Morgen kochen wir und am Samstag den 25. kocht dann der Jack. Denn in England ist ja der 25. der eigentliche Weihnachtstag.

Damit ihr seht dass bei uns auch etwas Weihnachtsstimmung herrscht haben wir für euch etwas zum Schmunzeln. Wir haben zwei Christbäume, einen im Garten und einen im Wohnzimmer. Dem Baum im Wohnzimmer geht’s blendend, der im Garten musste sehr unter den Rehen leiden wie ihr auf diesem Foto sehen könnt…Inzwischen hat er im unteren Bereich gar keine Nadeln mehr und die Lichterkette wurde auch von ihnen zum Teil runter gerissen.

In diesem Moment wo ich das jetzt für euch schreibe habe ich auch wieder zwei Rehe im Garten. =)

Also genießt die Tage und wir melden uns dann auch bald wieder mit ein paar Neuigkeiten und sehr schönen Fotos!

Euer Santa Claus und sein Christkind

Mittwoch, 8. Dezember 2010

Ein kurzes Update vom Angel top…

Hallo OutsideBanff,

nun gibt’s auch wieder News von mir, frei nach dem Motto: I’m a Liftie-Girl in a Lifite-World! Nachdem der Tobi euch die letzte Woche mit News versorgt hat, bin ich nun wieder dran und erzähl euch mal ein bisschen von meinem LiftOperatorLeben.

Am Samstag vor zwei Wochen hat also endlich auch mein SunshineVillageWinter begonnen, siebenUhrBus und AchtUhrTreffen. Wir waren die zweite Welle an Lifties die eingelernt wurden und sind dann auch erstmal mit Uniform, also Softshelljacke, Winterjacke und Skihose, ausgerüstet worden.

Dann ging unser 8tägiges Training los, in dem wir lernen wie man Lifte bedient, öffnet, schließt, mit komischen Kunden umgeht und was man sonst noch so machen muss.


Als ich zum ersten Mal die Lifte hier gesehen habe ist eine kleine Seifenblase geplatzt…. Ich dachte früher immer „wow, Canada und Rockies, das müssen die besten Skigebiete der Welt sein….“ Die Tiefschneegelegenheiten sind unglaublich, aber die Lifte haben hier den Standart von Österreich vor fünf Jahren. Also Respekt lieber Nachbar, du bist immer auf dem neuesten Stand.

So gibt es also bei den Liften hier in Sunshine keine Fußstützen, von Sitzheizungen oder WindschutzGlocken ganz zu schweigen… BackToBasic oder KonzentrationAufDas Wesentliche heißt es dann!


Sunshine Village an sich hat neun Lifte, ne Gondel und ganz wichtig, zwei Zauberteppiche…. Die Lifte hier haben lustige Namen, es gibt: JackRabbit, Wolverine, Goat’sEye, WaWa, Strawberry, Standish, Devide und Angel…. Und wo bin ich? Da wo ich hingehöre, an den Angel =) *hihi* Das besondere beim DevideLift ist, dass man im Sessellift sowohl in Alberta als auch in BritishColumbia ist.



Wie der Tobi euch schon erzählt hat, habe ich jeden Tag 1,5 bis zwei Stunden Ridebreak zum Skifahren oder sonst was machen. Wenn ich nicht gerade beim Skifahren bin, steh ich also am Lift, oben oder unten, und schau ob die Leute auch anständig ein und aussteigen. Was die Canadier hier noch nicht so draufhaben: Mit

fremden Leuten in eine Lift steigen. Auch wenn 593 andere Gäste hinter mit in der Liftschlange warten, ich warte bis ich mit meinen beiden Freunden einen eigenen Sessel bekomme…. Also eine weitere Aufgabe des Lifties hier ist das FourPacking, also die Leute so koordinieren dass immer vier Leute im Sessellift sitzen wenn viel los ist…. Hab ich so auch noch nie gesehen…


So ist also meine Arbeit nicht direkt anspruchsvoll aber es macht mir sehr viel Spaß, die Aussicht von meiner TopShack (also obere Lifthütte) ist atemberaubend, Schneeschaufeln auf 2700Metern Höhe ist mit Sport zu vergleichen und das Liftieteam besteht aus lauter netten Leuten. Übrigens sind wir hier bestimmt ein Skiresort mit einem hohen DurchschnittsIQ…. So viele Bachelor und Master sind hier, alle wie wir, nehmen sich ein Jahr Pause um zu finden was sie suchen und sind dabei entspannt und haben einfach Spaß hier. Ich finde so kann man es wunderbar aushalten, es geht uns wirklich bestens hier und wir genießen einfach die Zeit weiterhin!

Heute haben wir auch noch Loabalen gebacken (also Plätzchen für alle NichtBayern) um ein bisschen Adventsstimmung zu bekommen, weil die Canadier davon nicht allzuviel zur Schau stellen. Also wirklich, besser geht’s nicht!

So genießt also ein paar Fotos von uns, die Rockies sind einfach wunderschön! Viele Grüße nach Hause oder auch sonstwohin in der Welt! Genießt entspanntdie Adventszeit! Bis bald!

Freitag, 26. November 2010

Der Winter ist da!!!


Wie die Victoria schon am Ende des letzten Eintrags angedeutet hat, hat die Arbeit begonnen. Das heißt somit auch, dass das weiße Gold endlich vom Himmel gefallen ist. Der Saisonstart wurde ursprünglich für Donnerstag den 11.11. geplant. Aber da es im Village (auf knapp 2200m) nur etwa 30-40cm Schnee hatte war an Skifahren noch nicht zu denken. Daher wurde der Saisonstart um eine Woche verschoben und Freitag der 19.11 angepeilt. Daher hatte ich in der Woche auch nicht viel zu arbeiten. Wir haben einen Testlauf in der Küche gehabt, das wars dann auch schon. Es wurde kalt und in der Woche kam dann aber auch endlich der ersehnte Schnee und zwar ne ganze Menge. Somit wurde am Freitag letzte Woche dann auch das Resort eröffnet. Wir hatten bis zu diesem Zeitpunkt 80cm Schnee wovon 40cm feinster Powder der letzten Woche waren. Mein erster echter Arbeitstag wurde dann auf den Samstag gelegt. An diesem Tag sollte auch das Liftitraining für die Victoria beginnen. Wer jetzt mitgerechnet hat, sieht dass ich also am Eröffnungstag frei hatte. Ihr müsst auch nicht 2mal raten wo ich dann also zu finden war. Ich hab gleich den Staffbus um 7:10Uhr genommen um auch ja rechtzeitig im Village zu sein. Es war gleich mal ein sagenhafter erster Skitag, mit ein bisschen über knietiefem Powder. Da aber noch nicht alle Lifte geöffnet wurden, sind die meisten Abfahrten ziemlich kurz und flach. Aber man soll sich ja nicht beklagen, es war ja erst der erste Tagen einer sehr sehr langen Saison (Sunshine Village ist das am längsten geöffnete Skiresort in den canadischen Rockies! Bis Ende Mai). Der Schnee hier ist wirklich komplett unterschiedlich als bei uns in Europa, was ich so nicht erwartet hätte. Das Gold hier ist so trocken, dass man mit Lederschuhen 1h durch den Schneegehen kann, ohne dass das Leder dabei auch nur feucht werden würde. Wie Puderzucker, nur 50cm tief =)
Am Samstag hat dann der Ernst des Lebens begonnen. Wir mussten beide um aufstehen und um 7 Uhr den Staffbus zur Basisstation nehmen. Für Victoria ging dann das Training los und für mich die Arbeit. Von der Basisstation muss man zunächst eine 20 minütige Gondelfahrt über sich ergehen lassen bis man dann halb erfrohren im Village ankommt. Die Gondel hat 38 Masten, 2 Kurven und eine Mittelstation. Die Kabinen sind selbstverständlich nicht beheizt.
Achja jetzt bin ich etwas vom Thema abgekommen. Ich arbeite im größten Restaurant der Daylodge, einem Selbstbedienungsrestaurant mit verschiedenen Speisestationen und exorbitant hohen Preisen. Meine Aufgabe ist es die Kasse zu bedienen und dafür zu sorgen, dass alle Kühlschränke voll sind und sonst alles gut aussieht. Der Job ist ok, es gibt bessere ( zum Beispiel den von der Victoria, wie ihr gleich noch lesen werdet) aber ich hab die Saisonkarte und muss nicht in der Kälte stehen. Und wir haben inzwischen gelernt was kalt heißt, aber dazu später mehr.
Victoria gefällt ihr Job sehr gut, im Moment lernt sie wie jeder einzelne Lift funktioniert, wie man ihn an und ausschaltet, und alle anderen verschiedenen Notrituale oder Vorgänge die ich aber nicht näher beschreiben kann. Sie fährt auf jeden Fall viel Ski und hat ne nette Truppe. Sie wird jetzt dann einem Lift zugeteilt und für den wird sie dann die ganze Saison zuständig sein. Ein Arbeitstag wird dann folgendermaßen aussehen. 8Uhr Meeting, 8:30Uhr Liftstartklar machen, 9:00Uhr Lift wird geöffnet. Jetzt hat der erste aus dem Team Pause!! Normalerweise wird der Lift von 3 Leuten betrieben, einer unten, einer oben und einer beim Skifahren....
Das heißt wenn der Lift geöffnet ist, geht der erste 2h Skifahren (bezahlt) dann wird gewechselt von oben nach unten, und einer anderer geht zum Skifahren. Dann um 15:30Uhr wenn alle mal genüsslich Skifahren waren, schließen sie den Lift. Da kann man schon eifersüchtig werden oder??? Oder auch nicht, denn sie müssen den ganzen Tag draussen sein. Und die Tage hier können sehr kalt sein, das haben wir diese Woche erfahren. Freitag, Samstag und Sonntag hatte es so um die -15°C, unsereins würde sagen, es ist kalt aber aushaltbar. Montag wurde es dann richtig kalt, -28°C. Ich war mit Toby (ein echt cooler Typ aus Neuseeland, den wir im Hostel hier kennengelernt haben) beim Skifahren. Wir haben nachdem wir, aufgrund von Problemen mit einem Masten, 50 Minuten für die Gondelfahrt gebraucht haben, eine Abfahrt gemacht und dann beschlossen, dass es definitiv zu kalt ist um Ski zufahren. Es war so kalt, dass die Ski mehr oder weniger auf dem Schnee festgeklebt sind. Nach einer Abfahrt konnte ich meine Backen und Nase nicht mehr spüren. Also ab in die Daylodge heiße Schokolade, aufwärmen und warten bis der erste Bus nach Banff fährt. =) Ich würde sagen das es ein gelungener Skitag war.
Das war aber noch nicht alles auf dem Termometer! Am Dienstag hatte ich Frei, Victoria und Jack (unser englischer total netter Mitbewohner) mussten aber zur Arbeit, ich hatte geplant mit James (ein anderer coller Typ und Freund aus SanFrancisco den wir auch aus dem Hostel kennen) wieder Skifahren zu gehen. Diesmal war ich aber vorbereitet und hab mir am Montag noch eine Gesichtsmaske gekauft. Naja lange Rede kurzer Sinn, um 8 Uhr hab ich eine SMS von Jack bekommen, dass die Gondel nicht fährt weil es zu kalt ist und wir das mit dem Skifahren doch besser lassen sollten. Es hatte im Village -37°C und daher konnte die Gondel aufgrund von Sicherheitsbestimmungen nicht betrieben werden. Es ist schwer zu beschreiben wie kalt es da ist, aber am Abend ist mir auf dem Heimweg vom Fitnessstudio, das Wasser in der Nase gefrohren. Seit Mittwoch ist es wieder warm. Es hat nur noch -15 bis -20°C dafür haben wir jetzt Wind der es mindestens genauso kalt anfühlen lässt.
Wie ihr auf der linken Seite vielleicht gesehen habt, habe ich am Blog wieder ein kleines Feature angefügt. Hier werden wir euch über unsere Skitage und Stunden auf dem laufenden halten, um euch hoffentlich ein bisschen eifersüchtig zu machen.
Achja, diese Temperaturen sind hier im November nicht üblich! Die normale Durchschnittstemperatur liegt bei -6°C, viele sagen, dass sind die ersten Zeichen für La Nina, diese soll uns dieses Jahr viel Schnee und viel Kälte bringen. Also drückt die Daumen dass bald wieder was vom Himmel kommt, denn wir brauchen mehr, um die anderen Lifte zu öffnen und um die Steine loszuwerden die überall langsam rausspitzeln.
Soweit solls dass erstmal aus der Kältekammer gewesen sein.
Schöne Grüße in die Heimat!

Auf dem kleinen Foto links unten könnt ihr das Goatseye sehen. Nach diesem Loch wurde der Goatseye Mountain benannt.

Samstag, 20. November 2010

Bastis Tour Teil II

So hier kommt also mein Teil der Geschichte und es geht in Vancouver am Busdepot los.

Für Tobi geht es also heim nach Banff, für den Basti und mich nach Kelowna.

Zur Info: Kelwona liegt im OkanaganValley und heißt aus der Sprache der Natives übersetzt: Grizzlybär. Davon war jedoch weit und breit immernoch keiner zu sehen. Das OkanaganValley ist so wie das Italien von Canada und dem entsprechend fühlt man sich auch auf der Reise. Über den (Brenner-)Pass inkl. Schnee geht es dann immer weiter bergab, aus Bergen werden Hügel und aus 5°C werden 15°C. Um die Ecke gebogen sieht man dann den See, welcher sich auf über 135km durchs Tal zieht. Weinberge, Obstfarmen und haufenweise Weingüter teilen sich die Hügel. Also, rüber über den See auf einer Floating (auf dem Wasser schwebende)Brücke, rein into DowntownKelowna und raus aus der Winterjacke die hier fehl am Platz war. Nachdem wir also Nachmittags im Hostel (endlich wieder mal ein gutes…) eingecheckt haben sind wir losgezogen und haben die Stadt etwas erkundet. Und es sieht nicht nur so aus wie in Italien, es fühlt sich auch so an. Ich hab wohl noch nie im November nur ein T-Shirt getragen, aber so warm wars! Kelwona an sich in auch ein ganz nettes Städtchen, direkt am See inkl. Sandstrand und BeachVolleyballPlatz. Für den nächsten Tag haben wir uns vorgenommen den KnoxMountain zu besteigen, welcher sich direkt hinter der Stadt aufbaut, ungefähr so groß wie der Burgberg ist, also a „Buckerle“. Trotzdem kann man es schaffen sich darauf zu verlaufen.. ist aber auch kein wunder weil der ganze Buckel von Pfaden und kleinen Wegen inkl. Abkürzungen übersäht ist und man kaum weiß welcher Weg denn jetzt meiner is??? Naja, trotzdem haben wir’s bis nach oben geschafft und haben die Aussicht genossen. Nach dem Runterweg haben wir dem Bub erstmal mit einem (WiederMal-)Sandwich versorgt und weiter die Stadt angeschaut, die Brücke besucht und sind noch am Strand entlang geschlendert.

Der nächste Tag war wieder unspektakulär mit 11 Stunden Busfahrt nach Jasper, obwohl die Landschaft natürlich alles andere als langweilig ist. In Jasper angekommen, rein ins Taxi, rauf zum Hostel und GekochtGegessenGeschlafen weil es morgens gleich weiter ging zum PyramidLake. Dort haben wir uns mit Trina und Susie zusammengetan und sind durch die Gegend gewandert. Leider hat es die ganze Zeit geregnet, was uns aber nicht weiter gestört hat, was ist schon ein bisschen Regen..? Zur Ablenkung gab es dann frische warme Zimtrollen und eine heiße Schokolade in einer der besten Bäckereien die ich je betreten habe! Hmmmm… guad!

Da leider auf der „unglaublichsten Gebirgsstraße ever!!“ zwischen Jasper und Banff keine Busse fahren, war das nächste Abendteuer für den Basti das „Daumentaxi“! Zwar waren am kalten Samstagmorgen nicht viele Autos unterwegs, aber ….. Das hat unsere Quote nun endgültig ruiniert!!!! DreiEinHalbStunden warten!!!! Sowas bin ich nicht gewohnt =) Aber schließlich haben wir (nach einer Kojotensichtung !) einen Ride bis nach Banff bekommen, wo Tobi uns schon wieder erwartet hat.

Schließlich hatten wir noch einen schönen Tag in LakeLuise, einen Tag in Banff inkl. Abschiedsessen und einen Ausflug nach Calgary, bevor der Basti von dort aus am Donnerstag wieder heim geflogen ist.

Letztendlich konnte ich hoffentlich dem Basti ein bisschen was vom wundervollen Canada zeigen, auch wenn das Sandwich/Müsli/PBJBrot/+Äpfel „nicht immer alles nach seinem Geschmack waren“, trotzdem, schön dass du da warst!

So, endlich habe ich es also auch geschafft meinen BlogTeil zu schreiben. Mittlerweile liegen wir schon wieder eine Woche zurück, die Arbeit hat begonnen und auch hier gibt’s es einiges zu erzählen… aber wartet ab… =)

Donnerstag, 11. November 2010

Wochenendtrip nach Vancouver und Umgebung

Hallo ihr Lieben,

endlich gib es News =)
nach, für unsere Verhältnisse, langer Zeit melden wir uns auch mal wieder.
Entschuldigt die Verspätung aber der Basti war die letzten zwei Wochen hier und hat unsere Aufmerksamkeit und Zeit bekommen. Da so viel passiert ist erzählt erstmal der Tobi vom Beginn des Roadtrips, in ein paar Tagen schreibe ich euch von der zweiten Woche.
Also...
Am Donnerstag bin ich dann mit dem Bus nach Calgary gefahren um den Basti vom Flughafen abzuholen. Dort bin ich ein bisschen duch Calgary gebummelt und dann wiedereinmal mit den Öffentlichen 1h durch Calgary um zum Flughafen zu kommen. Es ist ein Unding, hier in Calgary gibt es keine direkte Verbindung zwischen Downtown und Flughafen man muss mindestens einmal umsteigen....
Wie auch immer, an diesem Tag war es sehr neblig und so konnte der Basti von Calgary nicht viel sehen. Der unglaubliche Blick auf die Rockies bei der Fahrt in Richtung Banff wurde ihm leider verwährt.
Am nächsten Tag sollte dann der große Roadtrip mit ihm beginnen. Zuerst 14h Busfahrt nach Vancouver, einmal quer durch die Rockies, dann 1 Tag Vancouver, 1 Tag nach Whistler, dann ab nach Saltspring Island und wieder zurück nach Vancouver.

Immer der Reihenach, die Busfahrt nach Vancouver war lang, aber die Landschafft wenn man den Banff-, Yoho- und Kootenaynationalpark durchquert ist einfach atemberaubend! Rockies at its best!!! Die Bilder aus dem Bus können die Tolle Landschaft leider nicht wiedergeben.

Exkurs: Wir haben schon einiges über die Straßenbauweise in Nord Amerika geschrieben. Aber dieses Bild spricht Bände und ich finde es einfach nur viel zu geil!

Kanada, wir machen den Weg frei!

Nach unendlichen 14h sind wir dann in Vancouver Downtown angekommen. Dort haben wir uns ein Hostel nahe am Bahnhof gesucht, da wir ja einige Trips vorhatten. Das Hostel war das schlechteste Hostel in dem wir bisher waren, die Zimmer waren und klein ungemütlich, die Küche eigentlich nicht vorhanden und die Sanitärräume haben auch sehr zu wünschen übrig gelassen! Aber was solls, auch das ist eine Erfahrung :)
Am nächsten Morgen haben wir dann einen Spaziergang am Wasser entlang gemacht einmal an der DowntownHalbinsel entlang bis zum legendären Stanley Park. Dort haben wir uns dann das bekannte Vancouver Aquarium angeschaut. Ein schönes Aquarium mit Delfinen, Belugas, Tümmlern, Ottern und allem anderen Kleingetier. Was mir persöhnlich daran sehr gut gefallen hat, war die tatsache wie sie mit den Tieren gearbeitet haben. Es gab sowohl eine Delfin als auch eine Beluga Show, aber die Tiere, (die nur dort sind weil sie gerettet wurden und schwer verletzt waren) wurden mit respekt behandelt und es wurde in der Show ihre Geschichte erzählt und auf die Probleme die die Tiere haben aufmerksam gemacht.
Im Anschluss an das Aquarium haben wir uns dann das Olympische Feuer angesehen. Zu unserer enttäschung war es aber nicht an. Denn es wurde uns gesagt wir müssten umbedingt das Olympische Feuer anschauen, und daher dachten wir es würde brennen... Wie auch immer, es ist schön dortgewesen zu sein.
Am nächsten Tag ging es dann früh los mit dem Bus über den weltberühmten "Sea to sky Highway" hinauf nach Whistler. Auch hier kann ich leider keine schönen Fotos präsentieren, da die aus dem Bus wieder mal nichts geworden sind und der Busfahren immer nicht für ein Foto stehen bleiben will.. :)
In Whistler angekommen haben wir eine Wanderung unternommen und sind zum Lost- und Greenlake gewandert. In diesem Bereich gibt es Langlaufloipen, Golfplätze (sowohl normale als auch Discgolf/Frisbeegolf), Wanderwege und unglaubliche Biketrails! Dann sind wir den Bach (welchen Namen ich nicht mehr weiß) entlanggelaufen und zur Bob und Rodelbahn gegangen. Im Whistler Sliding Center konnte man dann einen Teil der Bobbahn ansehen sowie im VisitorCenter verschiedene Dinge ausprobieren. Vom halten einer der olympischen Fackeln, über das anschauen der verschiedenen Rodel, Skeleton und Bob Bekleidungen bishin zum Probeliegen auf einem Rodel aus auch Skeletonschlitten. Ich kann nur sagen, Chapeau! Mir hat der Hals auf dem Rodel schon nach 30 Sekunden wehgetan, und ich bin nicht ganz untrainiert.... Zu den Skeletonis kann man nur sagen, die sind völlig verrückt! Der Kopf is so unglaublich nahe über dem Eis! Aber es ist deutlich bequemer als Rodeln, vielleicht machen sie es ja auch deshalb. :D Zum Abschluss unseres Tages in Whislter sind wir dann durch den Ort gebummelt. Whistler ist unglaublich! Man kann dort von beiden Bergen aus bis direkt in den Ort hinein Skifahren!!! Die Fussgängerzone ist auch rießig und beinhaltet lauter tolle Geschäfte. Als andenken gabs noch ein Foto mit den olympischen Ringen und dann gings auch schon wieder Richtung Vancouver.

Der durchaus straffe Zeitplan brachte uns dann am nächsten Morgen mit den Öffentlichen zum Fährterminal von Tsawwassen von dort gings mit der Fähre nach Saltspring Island. Die Öffentlichen (Bus&Bahn) in Vancouver sind verglichen mit Calgary und Edmonton auch richtig modern... . Mit der Fähre gings dann 3 Stundenlang durch die GulfIslands nach SaltSpring Island, die Hippie Insel. Hier wurde ende der 60er Jahre eine Hippie Kolonie gegründet, die dort immernoch lebt. Inzwischen haben sich dort aber auch sehr Prominente Leute ein Anwesen gekauft. So ist es möglich dass einem in Ganges, der "Hauptstadt", John Travolta im Trainingsanzug entgegen kommt. In LongHarbour auf SaltSpring wurden wir von Annemie (der Mutter von Viktoria aus VancouverIsland, und Cousine vom Luitpold) sehr herzlich empfangen. Sie hat ein wunderschönes Haus mit Blick über den direkt angrenzenden See. Dort haben wir einen schönen Abend verbracht und am nächsten Tag ist sie mit uns zum Maxwell Mountain gefahren. Von dort hatte man eine tolle Aussicht auf eine Bucht und auf VancouverIsland, das direkt angrenzt. Die 1,5 Tage auf SaltSpring haben wir sehr genossen! Vielen Dank Annemie!!! Am Nachmittag gings schon wieder zurück nach Vancouver da ich zwei Tage später Arbeiten anfangen sollte. Das bedeutet ich durfte am nächsten Tag wieder 14h Busfahren und die Landschaft rund um Kamloops genießen. Victoria und Basti sind am gleichen Tag mit dem Bus nach Kelowna im OkanaganValley gefahren. Darüber wird sie euch aber in kürze berichten!
Bis dahin, schöne Grüße
aus dem leider immernoch grünen Banff.

P.S.: Das heißt ihr müsst alle die Daumen drücken dass es schneit. Denn ohne Schnee keine Arbeit! :)